Metal Detection Guide

06. November 2026

Schatzsuche mit Metalldetektor:
OKM 3D Ground Scan Schritt für Schritt

Wie aus Ihrem Suchvorhaben ein planbares Projekt mit echten Erfolgen wird.

Der Unterschied zwischen einem Tag voller Fehlgrabungen und einem gezielten Fund liegt selten am Glück – sondern an einer gut vorbereiteten Suche. Von der Recherche rund um das gesuchte Objekt und das Suchgebiet über die Auswahl des passenden Detektors bis zur richtigen Handhabung des Geräts bei der Ortung: Mit diesen 5 Tipps für die Schatzsuche mit einem OKM Metalldetektor kommen Sie systematisch zum Fund.

Die Besonderheit der OKM Detektoren liegt in der 3D Ground Scan-Technologie. Bei der Ortung wird ein zuvor abgestecktes Messfeld systematisch mittels Magnetfeldsensorik gescannt. Anschließend können die Messdaten dank 3D-Visualisierung unkompliziert ausgewertet werden und eine gezielte Grabung kann geplant werden. Wer die Technik beherrscht, entscheidet vor dem ersten Spatenstich, bei welchen Signalen sich eine Ausgrabung wirklich lohnt, und erreicht mit dem 3D-Bodenscanner je nach Modell eine Fundtiefe von bis zu 25 Metern.

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Schritt #1: Recherche & Auswahl des richtigen Detektors

Damit der Fund gelingen kann und Sie das gesuchte Objekt beim Detektieren nicht übersehen, sollten im Voraus vier Fragen geklärt sein:

  • Wo wird Ihr Objekt vermutet – gibt es historische Hinweise, alte Karten oder bekannte Fundzonen in der Region? Grenzen Sie das Areal ab oder unterteilen Sie es systematisch in Bereiche, die Sie nach und nach absuchen können.
  • Wie ist der Boden vor Ort beschaffen – lehmig, sandig, mineralisch? Von dieser Frage hängt nicht nur ab, wie tief die Sensoren das Erdreich durchdringen können, sondern auch, welches Werkzeug Sie für die Ausgrabung einplanen müssen.
  • In welcher Tiefe wird das Suchobjekt vermutet?
  • Aus welchem Material besteht das Objekt, nach dem Sie suchen?

Bei der Beantwortung dieser vier Fragen sollten Sie sich eine Sache vor Augen halten: Oft wird nicht unmittelbar der Wunschfund detektiert, sondern Behältnisse oder Verpackungen, die ein Signal erzeugen. Ein Goldring in einer Eisentruhe zum Beispiel wird zunächst über die Truhe gefunden, nicht über das Gold selbst. Wer seine Suche nur auf den erhofften Fund hin plant, läuft daher Gefahr, das eigentliche Signal zu übersehen – und damit den Schatz direkt unter sich liegen zu lassen, ohne es zu bemerken.

Auch die vermutete Tiefe und die Bodenbeschaffenheit entscheiden darüber, welcher Metalldetektor sich am besten für Ihre Suche eignet. Die 3D-Bodenscanner mit EMSR-Technologie machen, einfach erklärt, die Stärke einer magnetischen Anomalie im Untergrund sichtbar und liefern so Hinweise auf Position, Tiefe und Größe des detektierten Objekts. Dabei gilt: Je nachdem, ob der Boden lehmig, sandig oder mineralhaltig ist, können die Messergebnisse unterschiedlich ausfallen. Wer diese Eigenschaften vorab kennt, kann die Messdaten einordnen und erhält ein klareres Bild vom Untergrund. Die Technologie ermöglicht dabei nicht nur die Detektion eisenhaltiger Objekte – auch Hohlräume wie Keller, Bunker und Grabkammern oder Hortfunde werden als Anomalien im Scan sichtbar.


Karussell mit verschiedenen OKM-Metalldetektoren

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Schritt #2: Das Suchfeld vorbereiten und Störsignale entfernen

Ein sauberes Ergebnis beginnt mit der richtigen Vorbereitung Ihrer Suchfläche. Stecken Sie Ihr Suchfeld zunächst klar ab, etwa mit Markierungsstäben an den vier Ecken, und nehmen Sie die Maße auf. Je genauer die Fläche vermessen ist, desto präziser lassen sich später Position und Tiefe eines Fundes bestimmen. Für eine noch genauere Messung lohnt es sich, zusätzlich Schnüre zu spannen, mit denen die Messbahnen klar markiert werden.

Gehen Sie anschließend einmal über das Areal und entfernen Sie, was beim Scannen stören könnte: hohes Gras, Äste, größere Steine. Für den letzten Feinschliff hat sich der Magnetometer-Modus bewährt – er zeigt oberflächennahe eisenhaltige Objekte wie Schrott oder Nägel an, sodass Sie diese vorab entfernen können. Das Ergebnis: Der eigentliche 3D-Bodenscan liefert ein deutlich klareres Bild ohne störende Nebensignale und eröffnet Ihnen den Blick in bis zu 25 Meter Tiefe.

Schritt #3: Der Scan – Tempo, Abstand und Führung

Ist die Fläche vorbereitet, kommt es beim eigentlichen Scan auf drei einfache Regeln an, die über die Qualität Ihrer Ergebnisse entscheiden.

1.

ABSTAND: Halten Sie die Sonde während der gesamten Messung ruhig, in einem konstanten Abstand von 5 bis 10 cm zum Boden. Größere Abweichungen während des Scans können dazu führen, dass sich die Messwerte verschieben, und das spätere Bild wird ungenau.

2.

TEMPO: Ebenso wichtig ist ein gleichmäßiges Tempo. Wird eine Messbahn schneller als die andere abgelaufen, kann eine detektierte Anomalie in der Visualisierung der Messdaten auseinandergerissen werden und wird im schlimmsten Fall übersehen. Tipp: Orientieren Sie Ihr Tempo an den Aufnahme-Tönen des Detektors, um gleichmäßige Schritte zu machen.

3.

AUSRICHTUNG: Für präzise Messdaten und damit einen bestmöglichen Blick in den Untergrund ist es wichtig, die Ausrichtung der Sonde kontinuierlich zu kontrollieren. Halten Sie die Sonde mit lockerem Griff gerade und immer in dieselbe Himmelsrichtung weisend. Dies gilt besonders, wenn Sie im Zickzack-Modus scannen: Am Ende einer Bahn gehen Sie zum Beispiel rückwärts weiter, um die Ausrichtung der Sonde nicht zu verändern. Sonst entstehen im Bild auffällige Streifen, die ein echtes Signal überdecken können.

Oft lohnt sich noch auf dem Feld ein kurzer Blick auf die Messergebnisse. Bei Bedarf können Sie Ihre Messung direkt vor Ort korrigieren und einen weiteren Kontroll-Scan durchführen, mit dem Sie mögliche Funde in der Visualisierung verifizieren können.

Schritt #4: Kontroll-Scans – Klarheit vor der Ausgrabung

Bevor das Graben beginnt, bestätigt ein Kontroll-Scan, ob sich hinter einem Signal tatsächlich ein Fund verbirgt. Wiederholen Sie dafür die Messung an derselben Stelle – mit denselben Start- und Endpunkten sowie der gleichen Anzahl an Messbahnen und Messpunkten. So lassen sich beide Ergebnisse direkt miteinander vergleichen.

Die Faustregel dahinter ist einfach: real objects don’t move - Ein echter Fund bewegt sich nicht. Sehen Sie das im ersten Scan bestimmte Signal an derselben Stelle auch im Kontroll-Scan, haben Sie ein reales Objekt vor sich. Wandert es dagegen zwischen den beiden Scans, handelt es sich meist um natürliche Bodenmineralisierung – dann lohnt sich das Ausheben nicht.

Wer zusätzlich sichergehen möchte, führt einen weiteren Scan quer zur ursprünglichen Richtung durch. Gerade längliche Objekte lassen sich so noch zuverlässiger erfassen. Der Aufwand für einen zweiten Durchgang ist gering – verglichen mit einem Loch, in dem am Ende nichts liegt.

Gedruckter OKM Scan Analysis Guide

Welche Signale auf Fehler in der Messung hindeuten und vieles mehr, erfahren Sie in unserem kostenlosen Scan Analysis Guide.

Schritt #5: Auswertung der Messdaten

Nach dem Scan folgt die Auswertung: Sichten Sie Ihre Aufnahmen in der mitgelieferten Auswertungssoftware Visualizer 3D Studio, bestimmen Sie die genaue Position in Ihrem markierten Messfeld und lesen Sie die zu erwartende Tiefe des Objekts ab. Erfahrene Anwender können anhand der Signalstärke einer detektierten Anomalie auch Rückschlüsse auf die Größe des Fundes ziehen.

Einige Geräte wie der eXp 7000 Professional Plus sind mit einem Pinpointer-Modus ausgestattet. In diesem Modus scannen Sie den identifizierten Bereich auf Ihrem Messfeld noch einmal ab, um die exakte Lage des Objektes zu bestimmen – mit sofortiger visueller Rückmeldung, wenn Sie über dem Objekt stehen.

Erst jetzt beginnt das eigentliche Ausgraben. Gehen Sie behutsam vor und wählen Sie Ihr Werkzeug passend zur Bodenart und zur vermuteten Tiefe, damit der Fund beim Freilegen unbeschädigt bleibt.

Schatzsuche auf einem professionellen Niveau

Mithilfe des Ground Scans können Sie sich einen umfassenden Überblick über unbekannte oder großräumige Suchareale verschaffen, erfassten Signalen mit Kontrollmessungen nachgehen und eine gezielte Ausgrabung auf Basis Ihrer selbst erhobenen Daten planen. Mit ein wenig Übung erzeugen Sie mit einem OKM 3D-Bodenscanner saubere Messdaten und schaffen damit die Grundlage für Ihren nächsten großen Fund.


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